Kappenklub Kronberg - Öffentlichkeitsarbeit

 

Taunuszeitung vom 13.01.2007
Der alte Kappenklub kommt im neuen Gewand


Von Matthias Elsdörfer

Kronberg. Der alte Kappenklub ist nicht mehr. Schockiert? Keine Sorge, die Kronberger Jecken sind alles andere als weg vom Fenster: Der Verein ist noch voll da, und das besser, flotter, knackiger, fetziger und neuer als je zuvor. Für die fünfte Jahreszeit 2007 haben sich die Kappen nicht nur selbst neu erfunden, sondern auch eine völlig veränderte und entrümpelte Kampagne auf die Beine gestellt.

Die Mädels der „Gickelnden Hinkel“ machen es vor: Bei den Proben für ihren über acht Minuten langen Tanz gehen dem Betrachter schon jetzt die Augen auf – und das, obwohl sie noch nicht einmal in Kostümen stecken. Christine Pimpl ist die neu ernannte Pressewartin des Vereins, der seine Kampagne derzeit auf Hochtouren vorbereitet: „Im Moment kümmere ich mich um Werbung bei den Medien“, erklärt sie, während ihre Girls zu einem Kracher aus den 1980er Jahren tanzen.


Pimpl und ihre Kameradin Sabine Janka wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen, als es zu den Neuerungen kommt: „Am wichtigsten sind wohl unser neuer Kinderfasching und die Disco, die jetzt ‚Let‘s Dance heißt“, erklärt Janka. „Für die Kinder haben wir ein Programm mit Tänzen und Spielen vorbereitet, in das sie voll eingebunden sind: Bisher konnten sie nur zuschauen, aber ab sofort ist Mitmachen angesagt.“ Dafür gibt es sogar ein eigenes Animationsteam. Die Disco, bisher „Kappendisco“ genannt, ist nun für alle Altersgruppen ausgelegt: „Für alle von 18 bis 88 wird was dabei sein. Wir haben außer DJs erstmals eine Live-Band engagiert: ‚Terry Trowles & in a-mazed‘.“ Diese werde Disco-Hits von den 1970ern bis heute spielen und durch verschiedene Genres von Dance über Funk bis Soul streifen. „Uns war der neue Name der Disco wichtig“, sagt „Hinkel“ Michaela Schardt während einer Proben-Pause: „Kappendisco“, das habe zu sehr Fasching und Disco in einem verkörpert. Da sei nicht jeder gerne hingegangen.

Auch die Sitzungen selbst, Hauptteil jeder Kampagne, haben die Narren aufpoliert: „Sie sind jetzt wesentlich kürzer und interessanter“, kündigt Janka an: „Die Vorträge wurden überarbeitet, wir haben die politischen Anspielungen teilweise rausgeschmissen und versucht, mehr Pep rein zu bringen.“ Mit „wir“ redet die 23-Jährige von Gleichaltrigen: „Im vergangenen Jahr haben wir beschlossen, uns als junge Vereinsmitglieder ins Zeug zu legen und anzupacken, damit es für den Kappenklub wieder aufwärts geht.“ Die „alten Hasen“ freuen sich: „Die älteren Mitglieder sind froh, dass wir nicht mehr nur tanzen, sondern uns für den ganzen Verein einsetzen“, so Schardt. „Aber eins ist klar: Ohne ihre Erfahrung und Hilfe wären wir aufgeschmissen.“

In den vergangenen Jahren mussten die Narren einige Rückschläge einstecken: „2006 ist eine unserer Veranstaltungen ausgefallen, weil wir nicht genügend Karten verkauft haben“, erinnert sich Pimpl: Daher habe man im Sommer eine große Umfrageaktion unter den Kronbergern gemacht, um herauszufinden, was verbessert werden könnte. Viele wertvolle Anregungen, so erzählt Schardt weiter, waren das Ergebnis: Bei der „Ladies Night“ wird es erstmals einen Preis für das beste Kostüm geben. Und nicht nur in puncto Image hat sich etwas bei den Kappen getan – auch intern sind sie neu organisiert: Nicht nur, dass Pimpl jetzt Pressebeauftragte ist. Janka hat sich mit einigen Kameradinnen um die professionelle Gestaltung der Poster, die bereits in Kronberg aushängen, gekümmert, ihre Cousine Jana Janka ist eines der Zugpferde des neuen Kinderfaschings. Und die „Gickelnden Hinkel“ haben erstmals einen professionellen Tontechniker im Schlepptau: „Der hat kostenlos die Songs für unseren Auftritt geschnitten“, so Michaela Schardt.

Zu allen Veranstaltungen des Kappenklubs sind noch Karten beim Frisör Görner in der Katharinenstraße in Kronberg erhältlich. Das komplette Programm steht auf der Webseite des Vereins: Auch die ist brandneu, aber immer noch unter der altbekannten Adresse http://www.kappenklub-kronberg.de zu finden.
 

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